Xander Zayas trifft auf Abass Baraou – Titelvereinigung in Puerto Rico!

Das Jahr 2026 beginnt für den jungen Boxstar Xander Zayas mit einem Paukenschlag. Der erst 23-jährige WBO-Weltmeister im Superweltergewicht verteidigt am 31. Januar nicht nur seinen Titel, sondern versucht gleichzeitig, sich die WBA-Krone zu sichern – im Duell mit Abass Baraou aus Deutschland. Austragungsort ist das Coliseo de Puerto Rico in San Juan, die wichtigste Boxarena der Insel.

Damit erlebt Puerto Rico erst das zweite Titelvereinigungsduell seiner Geschichte. Die Premiere fand 2010 statt, als Ivan Calderon und Giovani Segura im Halbfliegengewicht aufeinandertrafen. Für Zayas ist es der logische nächste Schritt: Nach seinem WM-Sieg will er nun vor heimischem Publikum Boxgeschichte schreiben.

YouTube Video

Heimkehr eines Champions

„Seit dem Moment, als Xander seinen WM-Titel holte, war klar: Die erste Titelverteidigung muss auf puerto-ricanischem Boden stattfinden“, sagte Bob Arum, Vorsitzender von Top Rank. „Dass er das gleich in einem Vereinigungskampf gegen einen anderen Champion macht, zeigt, was für ein ehrgeiziger Kämpfer er ist. Die Fans in Puerto Rico haben das verdient.“

Zayas (22-0, 13 KOs) ist längst zum Symbol einer neuen Generation geworden. Vom jugendlichen Wunderkind zum Weltmeister vor seinem 23. Geburtstag – sein Aufstieg verlief rasant. Nach mehreren regionalen Titeln und überzeugenden Siegen, unter anderem gegen Elias Espadas und Alexis Salazar, krönte er sich im Sommer 2025 in New York zum Champion. „Am 31. Januar erfüllen wir den nächsten Traum. Ich kämpfe zuhause, mit meinen Leuten, für meine Insel“, sagte Zayas.

Baraou bringt deutsche Härte und Erfahrung

Für Abass Baraou (17-1, 9 KOs) ist der Kampf nicht weniger bedeutend. Der gebürtige Togolese, der in Deutschland aufwuchs, gehört zu Europas besten Technikern. Nach seiner einzigen Niederlage 2020 gegen Jack Culcay kämpfte er sich mit acht Siegen in Serie zurück – darunter ein beeindruckender Erfolg über den Kubaner Yoenis Tellez, der ihm 2025 den WBA-Titel einbrachte.

„Xander ist ein großartiges Talent, und ich respektiere, dass er dieses Risiko eingeht“, sagte Baraou. „Aber ich komme nach Puerto Rico, um ein Statement zu setzen. Ich will zeigen, dass ich die Nummer eins im Superweltergewicht bin – und wenn’s geht, nehme ich noch ein paar neue Fans von der Insel mit.“

Baraou, der 2017 EM-Gold und WM-Bronze bei den Amateuren gewann, gilt als ruhiger, taktisch starker Boxer. Seine internationale Erfahrung – zuletzt Siege in England, Frankreich und den USA – könnte in San Juan entscheidend werden.

Puerto Rico bekommt seinen Boxmoment zurück

Das Coliseo de Puerto Rico hat eine reiche Geschichte. Seit Miguel Cottos spektakulärem Knockout 2004 war es Schauplatz unzähliger Weltmeisterschaften, unter anderem mit Ivan Calderon, Juan Manuel „Juanma“ Lopez und Roman Martinez. Jetzt soll Zayas dort das nächste Kapitel schreiben – gegen einen der technisch besten Boxer Europas.

Der Kampf wird von Top Rank in Zusammenarbeit mit ICON+, Move Concerts und Noah Assad Presents promotet. Informationen zum Ticketverkauf werden in Kürze bekannt gegeben.

Im Vorprogramm steht mit Juanmita Lopez De Jesus (4-0, 2 KOs) ein weiterer Name mit Geschichte im Ring. Der 19-jährige Sohn von „Juanma“ Lopez kämpft in einem Sechs-Runden-Duell im Superfliegengewicht und setzt damit die Familientradition fort. „Ich bin Gott dankbar, dass ich wieder zuhause boxen darf. Puerto Rico wird sehen, dass von dieser Insel noch große Talente kommen“, sagte Lopez Jr.