Am Samstagabend im Wembley Stadion in London schrieb Oleksandr Usyk (24-0, 15 KOs) Geschichte. Der bisherige WBO-, WBC- und WBA-Weltmeister im Schwergewicht besiegte den IBF-Champion Daniel “Dynamite” Dubois (22-3, 21 KOs) durch technischen Knockout in Runde fünf – und wurde damit unumstrittener Weltmeister aller vier großen Verbände.
Usyk dominierte den Kampf mit seiner typischen Kontrolle, seiner Beinarbeit und präzisem Jab. In der fünften Runde schickte er Dubois zwei Mal zu Boden – beim zweiten Knockdown war bei 1:52 Schluss, der Ringrichter zählte Dubois aus. Damit vereinte Usyk als erster Schwergewichtler seit Jahren alle großen Gürtel.
Agit Kabayel in London – mit klarer Botschaft
Zeitgleich war auch Agit Kabayel (24-0, 16 KOs) mit seinem Team in London unterwegs – mittendrin im Event, aber auch mit klarer Mission: Sichtbar sein, Gespräche führen und die nächsten Schritte für seine Karriere einleiten. Dabei wurde immer wieder ein Thema angesprochen: Ein möglicher Fight gegen Oleksandr Usyk.

Kabayel:
„Sehr viele Leute kamen zu mir und sagten: ‚Ey, der Kampf zwischen dir und Usyk, das wäre ein geiler Fight.‘ Und ich sag ehrlich: Ich hab das auch im Kopf. Es wäre eine Ehre, mit so einem Champion wie Usyk im Ring zu stehen, bevor er seine Karriere beendet.“
Doch Kabayel blieb nicht bei leeren Worten. Er ließ erkennen, dass sein Team und Promoter bereits konkrete Pläne verfolgen:
„Natürlich hoffe ich, dass der Kampf zustande kommt. Aber ich bin auch Realist: Usyk wird vielleicht nur noch einen Kampf machen und dann aufhören. Ich glaube, der geht, wenn es am schönsten ist.“
Trotzdem machte Kabayel klar, dass er bereit wäre – sportlich, körperlich und mental:
„Ich bin in meiner Prime. Ich bin ungeschlagen. Ich habe mich durchgebissen gegen Top-Gegner. Wenn ich nicht bereit für einen Fight gegen Usyk bin, wer dann?“
Wie würde Agit Kabayel gegen Usyk abschneiden?
Das ist die große Frage. Kabayel bringt viele Qualitäten mit, die Usyk Probleme machen könnten: hohe Workrate, solide Defensive, gute Beinarbeit und ein sehr gutes Timing. Aber Usyk ist nicht zufällig ungeschlagen, Olympiasieger und jetzt unumstrittener Weltmeister – seine Technik, sein Ring-IQ und seine Kontrolle über das Tempo sind fast konkurrenzlos.
Kabayel selbst sagt:
„Ich weiß, dass ich gegen jeden bestehen kann – auch gegen Usyk. Ich habe Respekt, aber keine Angst. Und ich glaube, die Leute unterschätzen mich. Das würde ein harter Kampf – aber einer, den ich annehmen würde.“

Fazit
Der Titel ist vergeben – Usyk hat geliefert.
Doch wenn er wirklich noch einen letzten Kampf macht, dann stellt sich nur eine Frage:
Warum nicht gegen Agit Kabayel?
Wie würdest du Kabayels Chancen gegen Usyk einschätzen? Würde er mithalten – oder sogar gewinnen?