Nikki Adler – auf dem Weg zum 2. WM-Titel

„Liebenswürdig“- kann man mit einem solchen Wort eine Boxerin treffend beschreiben ? Nein ? Doch, das geht – zumindest wenn man die private Seite der Augsburgerin Nikki Adler meint. Wer dieser überaus freundlichen junge Dame begegnet, würde niemals glauben, dass sie von berufswegen eine knallharte Profiboxerin ist. Ihre bisher 8 Gegnerinnen werden vielleicht zwangsläufig im Boxring zu einer anderen Meinung gekommen sein, weil sie der 25-jährigen Supermittelgewichtlerin im Ring alle durchweg unterlegen waren. In 6 Begegnungen siegte die schlagfertige Postzustellerin sogar vorzeitig in der ersten Kampfhälfte.

Bis zu ihrem Wechsel von Augsburg über Berlin nach Ulm hat Nikki Adler bereits einige Stationen durchlaufen und ist allen ihren bisherigen Trainern sehr dankbar für die geleistete Zusammenarbeit. Die neue Situation in Ulm übertrifft dennoch alles bisherige. Auf die Frage, was ihr in Ulm besonders gefällt, ist sie um keine Antwort verlegen. „Was mir im Training in Neu-Ulm gefällt? Das Training macht mir riesigen Spaß, es ist jeden Tag abwechslungsreich und ich merke, mit wieviel Liebe zu Details im Boxsport hier gearbeitet wird. Das Training ist sehr vielseitig. Die Qualität des Trainings ist für mich gestiegen wie ein Quantensprung. Persönlich zugeschnittene Trainingspläne, wie z.B. von Athletiktrainer Thomas Wiedemann, der diplomierten Fitnesstrainerin Claudia Semmle, die Betreuung durch Teamarzt Mark Dorfmüller und unseren Cheftrainer Jürgen Grabosch bilden eine Einheit wie aus einem Guss. Ich habe jetzt auch eine sehr gute Trainingspartnerin, Rola el-Halabi, von der ich technisch sehr viel abgucken kann. Es passt einfach alles optimal.“

Auf die Frage nach weiteren vor ihr liegenden Zielen kommt eine sehr selbstsichere Antwort: „Am liebsten würde ich alle WM-Titel in meiner Gewichtsklasse gewinnen!“. Der nächste Schritt zu diesem Ziel erfolgt am 12. Januar 2013 in der Ratiopharm-Arena Neu-Ulm. Geplant ist ein Mega-Frauenboxevant mit 4 WIBA-WM-Entscheidungen. Höhepunkt dieser Veranstaltung wird das Comeback von Rola el-Halabi sein, die sich nach dem feigen Anschlag in Berlin wieder zurück ins Leben und den Boxring gekämpft hat und wieder genau dort anknüpfen möchte, wo sie vor 21 Monaten gewaltsam zum vorläufigen Aufhören gezwungen wurde.

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Dessauer Boxnacht – ein voller Erfolg !

Es war eine gute Idee, einen Boxabend im TV sausen zu lassen und statt dessen in der Anhalt-Arena Dessau Boxen live mitzuerleben. Es wurden 12 unterhaltsame Kämpfe geboten. Neben dem klassischen Boxen waren auch Kickboxen und K1 vertreten. Das Konzept der Veranstaltung, hauptsächlich mit Kämpfern aus der Region einen solchen Abend zu bestreiten, ging voll auf.

Sowohl vom organisatorischen Ablauf her, als auch von den Kämpfen im Ring konnten die anwesenden (geschätzt 1 500) Zuschauer eine Veranstaltung genießen, die ihres Gleichen sucht. Selbst die Kämpfe der Debütanten Nicole Wesner und Taras Oleksiyenko waren besonders sehenswert. Nicole Wesner konnte sich bei ihrem ersten Profikampf klar durchsetzen und hat vom ersten bis zum letzte Gong gezeigt, wer die Chefin im Ring ist ohne das dabei Ringrichter Andrè Leloup wesentlich eingreifen musste. Für eine Schrecksekunde sorgte Taras Oleksiyenko gleich zu Beginn seines ersten Profikampfes durch einen harten Kopftreffer bei seinem Gegner Falko Besser, der sofort zu Boden ging und für eine gefühlte Ewigkeit das Bewusstsein verlor. Bange Minuten vergingen, bevor sich der schwer getroffene wieder erheben konnte. Sicherheitshalber wurde er liegend aus der Halle und dann sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er eingehend untersucht wurde. Zum Glück konnte er das Krankenhaus am Sonntag wieder verlassen.

Bemerkenswert waren besonders die Kämpfe der SES – „jungen Wilden“. Während die Dirk Dzemski – Schützlinge Bösel und Lamm ihre Gegner in der ersten Kampfminute durch präzise harte Schläge ausschalteten, hatte Mathias Zemski mit dem Tschechen Vladimir Fecko über die volle Distanz allerhand zu tun. Ob am Ende Zemskis Hände oder Feckos Kopf schlimmere Schmerzen verursachten, werden nur die beiden Beteiligten selbst wissen. An einem souveränen Sieg Zemskis gab es jedenfalls in keiner Runde Zweifel.

Höhepunkt und somit letzter Kampf des Abends war die internationale deutsche Meisterschaft im K1 zwischen Lokalmathador Steven Kitzing und dem Danziger Mateusz Jereczek den Kitzing, bejubelt von einer starken Fangemeinde, für sich entscheiden konnte. Respekt und Anerkennung hatte sich aber auch der polnische Kämpfer redlich verdient, der sich als ein würdiger Gegner erwies und sicher nicht zum Verlieren nach Dessau gekommen war.

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André Staffen Gewinnt EM in Dessau

Christian S.: Andre Staffen traf bis 76kg im Vollkontakt auf einen alten Bekannten vom Selgross-Event. Ihm stand mit Wieslav Zloty (Kickboxing Club Duet, Gdank/Poland) der Sieger der World Combat Games im Kickboxen 2012 aus dem Kampf um die Internationale Deutsche Meistereschaft des DABV im K1-Rules gegenüber, den er damals knapp nach Punkten besiegte.

Diesmal ging es um den vakanten Europa Titel der EPBA (European Profi Boxing Association) über fünf Runden je zwei Minuten. Der Vollkontakt ist Andre’s Paradedisziplin und er hat hier schon einen Amateur (ISKA 2006) und Profititel (WKA 2009, 2010) in anderen Gewichtsklassen gewinnen können.

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Culcay vs Hamilcaro: 15. Dezember Nürnberg

Am 15. Dezember kämpft Jack Culcay (13-0, 9 KOs) gegen den Franzosen Jean Michel Hamilcaro (17-4-3, 5 KOs) in Nürnberg. Der Amateur-Weltmeister von 2009 gewann den WBA-Intercontinental Titel gegen Frederic Serre in der o2 World Berlin im August dieses Jahres. Anschließend hat der talentierte Deutsche seinen Gürtel, zum ersten Mal, in einem Kampf mit Mark Thompson von Großbritannien am 29. September verteidigt.

Allerdings ist Hamilcaro nach Deutschland gereist mit großem Ehrgeiz. Der 26-Jährige war ein langsamer Starter zu Beginn seiner Karriere. Er ist aber in seinen letzten 13 Kämpfe ungeschlagen! Im Oktober 2011 gewann er den IBF International Meisterschaft gegen Lenny Bottai aus Italien. Seither verteidigte er den Titel zweimal – gewann einen Kampf durch TKO März gegen den argentinischen Marcelo Alejandro Rodriguez und kämpfte ein Unentschieden in einem Kampf mit dem Italiener Francesco Di Fiore.

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