Mikkel Kessler nach TKO erneut Weltmeister

Supermittelgewichtler Mikkel Kessler (46-2, 35 K.O’s) konnte sich den WBA-Titel erneut sichern. Vor mehr als 10.000 Zuschauer siegte Kessler in der BOXEN Arena in Kopenhagen gegen Brian Magee (36-5-1, 25 K.o.’s) in der dritten Runde durch technischen K.O. Der 33-jährige Däne wurde zum vierten Mal in dieser Gewichtsklasse zum Weltmeister gekürt. Damit qualifizierte sich der Sauerland-Boxer zum Pflichtherausforderer von Superstar Andre Ward.

Mit viel Respekt, aber eindrucksvoll startete die erste Runde. Magee suchte als Erster den Schlagabtausch, worauf Kessler in der Körpergegend zu Kontern begann. Im zweiten Durchgang ging Magee dann schmerzverzerrt zu Boden, nachdem Kessler ihn mit einer krachenden Rechten am Körper traf. Kessler entdeckte Magee’s Schwachstelle und setzte mit einem Leberhaken nach, worauf der 37-jährige Nordire erneut einzuknicken schien. Er drehte sich ab und wurde erneut von Ringrichter Luis Pabon angezählt.

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Holly Holm mit eindeutigem Sieg

Mit einem eindeutigen Punkturteil von 3 mal 100:90 hat sich Holly Holm den 2. WBF – WM Titel gesichert. Nachdem sie bereits im Weltergewicht IBA – und WBF – Weltmeisterin war, konnte sie nun auch im Halbwelter überzeugen. Ihrer Gegnerin, Diana Prazak, die eigentlich aus dem Superfedergewicht kommt, konnte gegen die unbequeme Rechtsauslegerin Holm absolut nichts ausrichten. Ob und wie sich Holly Holm für eine Gewichtsklasse entscheiden wird, bleibt abzuwarten.

Alle Versuche von Prazak, nah genug an Holm heranzukommen um im Infight zu punkten, schlugen an den lang geschlagenen Zweierkombinationen der Amerikanerin fehl. Holly Holm gelang es über den ganzen Kampf hinweg, immer wieder schöne Treffer zu landen und ihre Gegnerin zu kontrollieren, wenn nicht gar völlig zu dominieren, was sich auch indem eindeutigen Urteil der Punktrichter widerspiegelte.

Dominik Junge, der bei diesem Kampf Albuquerque die WBF repräsentierte, meinte nach dem Kampf: „Es war eine klare Sache. Holly Holm hat mich mit ihrer dynamischen Art und ihrer enormen Power schwer beeindruckt.“ Auf den Kampfabend und seiner Pflicht in den Angelegenheiten der WBF, folgte ein gemeinsames Abendessen mit der Betreuerin von Diana Prazak, Lucia Rijker und deren Begleiter, was für die Beteiligten ein schönes Wiedersehen war.

Weniger Glück hatte die zweite Boxerin aus Albuquerque (New Mexico), Victoria Cisneros, die zwar pausenlos nach vorn marschierte, aber dabei jegliche Deckung vermissen lies und gegen die technisch überlegene Mary McGee aus Gary (Indiana) keine Chance hatte. Ergebnis: TKO in Runde 4.

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Pacquiao – Marquez am Samstag

Die Spannung steigt: Am Samstag treffen Manny Pacquiao (54-4-2, 38 K.O’s) und Juan Manuel Marquez (54-6-1, 39 K.O’s) im MGM Grand Hotel in Las Vegas, USA, aufeinander. Übertragen wird das Spektakel im Pay-TV auf HBO. In einem Interview verriet Pacquiao, er wolle seinen Gegner mittels alter Taktiken besiegen.

Pacquiao, der bereits zum vierten Mal gegen den 45-jährigen Marquez kämpfen wird, sagte in einem Interview mit sports.inquirer.net: ,,Ich beabsichtige, ihn unter ständigem Druck anzugreifen.“ Des weiteren fügte der 33-jährige Filipino hinzu, er werde Taktiken vergangener Tage anwenden. Er wolle sehen, ob diese Strategie aufgeht. Er versuche, Marquez unter Druck mit Punches zu überwältigen, so wie er damals seine Gegner im Fliegengewicht, Super-Bantamgewicht und Leichtgewicht mit einer sportlichen Topleistung bezwingen konnte.

Beim Sparring überraschte Pacquiao seine weniger talentierten Sparringpartner bereits nach starken, kurzen vier Runden. Am Samstag trifft Pacquiao aber auf Marquez, der weder einer von seinen überforderten Sparringpartnern sein wird, noch wird dieser Kampf nur vier Runden andauern.

Sollte Pacquaio wie beim Sparring in den ersten vier Runden aufs Ganze gehen, könnte der Kampf ähnlich wie gegen Tim Bradley letzten Juni ausgehen: Er wird die kommenden Runden höchstwahrscheinlich gegen Erschöpfung und Müdigkeit ankämpfen müssen, was ihm eventuell den Sieg kosten könnte.

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Nikki Adler – auf dem Weg zum 2. WM-Titel

„Liebenswürdig“- kann man mit einem solchen Wort eine Boxerin treffend beschreiben ? Nein ? Doch, das geht – zumindest wenn man die private Seite der Augsburgerin Nikki Adler meint. Wer dieser überaus freundlichen junge Dame begegnet, würde niemals glauben, dass sie von berufswegen eine knallharte Profiboxerin ist. Ihre bisher 8 Gegnerinnen werden vielleicht zwangsläufig im Boxring zu einer anderen Meinung gekommen sein, weil sie der 25-jährigen Supermittelgewichtlerin im Ring alle durchweg unterlegen waren. In 6 Begegnungen siegte die schlagfertige Postzustellerin sogar vorzeitig in der ersten Kampfhälfte.

Bis zu ihrem Wechsel von Augsburg über Berlin nach Ulm hat Nikki Adler bereits einige Stationen durchlaufen und ist allen ihren bisherigen Trainern sehr dankbar für die geleistete Zusammenarbeit. Die neue Situation in Ulm übertrifft dennoch alles bisherige. Auf die Frage, was ihr in Ulm besonders gefällt, ist sie um keine Antwort verlegen. „Was mir im Training in Neu-Ulm gefällt? Das Training macht mir riesigen Spaß, es ist jeden Tag abwechslungsreich und ich merke, mit wieviel Liebe zu Details im Boxsport hier gearbeitet wird. Das Training ist sehr vielseitig. Die Qualität des Trainings ist für mich gestiegen wie ein Quantensprung. Persönlich zugeschnittene Trainingspläne, wie z.B. von Athletiktrainer Thomas Wiedemann, der diplomierten Fitnesstrainerin Claudia Semmle, die Betreuung durch Teamarzt Mark Dorfmüller und unseren Cheftrainer Jürgen Grabosch bilden eine Einheit wie aus einem Guss. Ich habe jetzt auch eine sehr gute Trainingspartnerin, Rola el-Halabi, von der ich technisch sehr viel abgucken kann. Es passt einfach alles optimal.“

Auf die Frage nach weiteren vor ihr liegenden Zielen kommt eine sehr selbstsichere Antwort: „Am liebsten würde ich alle WM-Titel in meiner Gewichtsklasse gewinnen!“. Der nächste Schritt zu diesem Ziel erfolgt am 12. Januar 2013 in der Ratiopharm-Arena Neu-Ulm. Geplant ist ein Mega-Frauenboxevant mit 4 WIBA-WM-Entscheidungen. Höhepunkt dieser Veranstaltung wird das Comeback von Rola el-Halabi sein, die sich nach dem feigen Anschlag in Berlin wieder zurück ins Leben und den Boxring gekämpft hat und wieder genau dort anknüpfen möchte, wo sie vor 21 Monaten gewaltsam zum vorläufigen Aufhören gezwungen wurde.

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Dessauer Boxnacht – ein voller Erfolg !

Es war eine gute Idee, einen Boxabend im TV sausen zu lassen und statt dessen in der Anhalt-Arena Dessau Boxen live mitzuerleben. Es wurden 12 unterhaltsame Kämpfe geboten. Neben dem klassischen Boxen waren auch Kickboxen und K1 vertreten. Das Konzept der Veranstaltung, hauptsächlich mit Kämpfern aus der Region einen solchen Abend zu bestreiten, ging voll auf.

Sowohl vom organisatorischen Ablauf her, als auch von den Kämpfen im Ring konnten die anwesenden (geschätzt 1 500) Zuschauer eine Veranstaltung genießen, die ihres Gleichen sucht. Selbst die Kämpfe der Debütanten Nicole Wesner und Taras Oleksiyenko waren besonders sehenswert. Nicole Wesner konnte sich bei ihrem ersten Profikampf klar durchsetzen und hat vom ersten bis zum letzte Gong gezeigt, wer die Chefin im Ring ist ohne das dabei Ringrichter Andrè Leloup wesentlich eingreifen musste. Für eine Schrecksekunde sorgte Taras Oleksiyenko gleich zu Beginn seines ersten Profikampfes durch einen harten Kopftreffer bei seinem Gegner Falko Besser, der sofort zu Boden ging und für eine gefühlte Ewigkeit das Bewusstsein verlor. Bange Minuten vergingen, bevor sich der schwer getroffene wieder erheben konnte. Sicherheitshalber wurde er liegend aus der Halle und dann sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er eingehend untersucht wurde. Zum Glück konnte er das Krankenhaus am Sonntag wieder verlassen.

Bemerkenswert waren besonders die Kämpfe der SES – „jungen Wilden“. Während die Dirk Dzemski – Schützlinge Bösel und Lamm ihre Gegner in der ersten Kampfminute durch präzise harte Schläge ausschalteten, hatte Mathias Zemski mit dem Tschechen Vladimir Fecko über die volle Distanz allerhand zu tun. Ob am Ende Zemskis Hände oder Feckos Kopf schlimmere Schmerzen verursachten, werden nur die beiden Beteiligten selbst wissen. An einem souveränen Sieg Zemskis gab es jedenfalls in keiner Runde Zweifel.

Höhepunkt und somit letzter Kampf des Abends war die internationale deutsche Meisterschaft im K1 zwischen Lokalmathador Steven Kitzing und dem Danziger Mateusz Jereczek den Kitzing, bejubelt von einer starken Fangemeinde, für sich entscheiden konnte. Respekt und Anerkennung hatte sich aber auch der polnische Kämpfer redlich verdient, der sich als ein würdiger Gegner erwies und sicher nicht zum Verlieren nach Dessau gekommen war.

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André Staffen Gewinnt EM in Dessau

Christian S.: Andre Staffen traf bis 76kg im Vollkontakt auf einen alten Bekannten vom Selgross-Event. Ihm stand mit Wieslav Zloty (Kickboxing Club Duet, Gdank/Poland) der Sieger der World Combat Games im Kickboxen 2012 aus dem Kampf um die Internationale Deutsche Meistereschaft des DABV im K1-Rules gegenüber, den er damals knapp nach Punkten besiegte.

Diesmal ging es um den vakanten Europa Titel der EPBA (European Profi Boxing Association) über fünf Runden je zwei Minuten. Der Vollkontakt ist Andre’s Paradedisziplin und er hat hier schon einen Amateur (ISKA 2006) und Profititel (WKA 2009, 2010) in anderen Gewichtsklassen gewinnen können.

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