Sophie Alisch mit einstimmigem Punktsieg in München

Die gerade mal 18-jährige Sophie Alisch feierte einen wichtigen Punktsieg im Rahmenprogramm der Muhammad-Ali-Trophy. Die Berlinerin, die als größtes Talent im deutschen Frauenboxen gilt, bezwang die ehemalige WM-Herausforderin Edina Kiss (15-14, 9 K.o.) aus Ungarn über acht Runden im Federgewicht. Von Beginn an übernahm Alisch die Ringmitte und machte Druck auf ihre erfahrene Kontrahentin. Die O1NE.Sport-Athletin aus dem Team Sauerland zeigte sich beweglich, fintenreich und variabel. Immer wieder ließ sie die Schläge von Kiss ins Leere laufen und setzte selbst schöne Treffer.

In der zweiten Kampfhälfte machte Kiss den Fight etwas physischer und hatte im Infight stellenweise Erfolg mit einigen kurzen Haken. Dadurch wurden die letzten Runden knapper, doch Alisch ließ sich nicht aus der Ruhe bringen. Sie folgte weiterhin der Taktik ihres neuen Coaches Andy Schiemann und hielt mit explosiven Kombinationen dagegen. Nach acht Runden sahen die Punktrichter Alisch einstimmig mit 78:74 und zwei Mal 77:75 vorne. „Insgesamt bin ich mit meiner Leistung zufrieden. Dafür, dass ich zuletzt vor fast einem Jahr im Ring stand, habe ich eigentlich ganz gut geboxt“, sagt Alisch. „Kiss war eine sehr erfahrene Gegnerin, eine ehemalige WM-Herausforderin und stand bereits mit Top-Boxerinnen wie Amanda Serrano oder Mikaela Mayer im Ring. Das war ein wichtiger Kampf für meine Entwicklung.“ Nun will Alisch erst mal zwei Wochen komplett abschalten, ehe sie wieder ins Training einsteigt. „Dann geht es mit den Grundlagen wieder los.“ Denn: „Wenn möglich, möchte ich dieses Jahr nochmal boxen.“

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„Mit den ersten vier Runden von Sophie war ich sehr zufrieden. Das war genau so, wie wir uns das vorgestellt haben“, lobt Alischs Trainer Andy Schiemann. „Die letzten vier Runden waren nicht schlecht, aber da hat man schon gemerkt, dass Sophie aufgrund der Corona-Pause lange nicht im Ring gestanden hat. Dennoch hat sie hochverdient und ganz klar nach Punkten gewonnen. Kiss war eine erfahrene Gegnerin, die den Kampf in der zweiten Hälfte auch etwas dreckig gemacht hat. Aber daraus kann Sophie lernen und der Fight war enorm wichtig für ihre Entwicklung. Sie ist mit 18 Jahren noch sehr jung und ihr gehört die Zukunft. Wir werden den Kampf nun genau analysieren, an einigen Punkten arbeiten und dann wird es im nächsten Duell noch besser laufen.“

„Bei Denis war grandios zu sehen, wie das System zwischen Box- und Athletiktrainer ineinander gegriffen hat und was es bedeutet, wenn man beide Bereiche hochprofessionell gestaltet“, lobt O1NE.Sport-Gründer Daniel Todorovic. „Denis hatte eine sehr starke Vorbereitung und hat den Fight nochmal ernster genommen, als den davor. Das hat sich im Ring gezeigt. Auch bei Team Sauerland waren alle begeistert, sprachen von einer grandiosen Leistung und einer ganz klaren Steigerung zu den vorherigen Kämpfen.“

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„Sophie hat sehr stark angefangen, obwohl es für sie auch eine neue Situation war, auf einer so großen Bühne und mit so viel internationaler Aufmerksamkeit zu boxen“, sagt Todorovic. „Es war kein leichter Kampf für sie, aber sie hat ihre Qualität bewiesen und das Duell war wichtig für ihre Entwicklung. Sophie hatte eine Gegnerin vor sich, die auch Gegenwind lieferte, aber sie hat es gut gemeistert. Man darf nie vergessen, dass sie erst 18 Jahre alt ist und nun schon zwei ehemalige WM-Herausforderinnen besiegt hat. Man sieht, dass Sophie sehr viel Potenzial hat und wir freuen uns auf die vielen tollen Kämpfe, die noch kommen werden. Vielen Dank an dieser Stelle an Team Sauerland und die World Boxing Super Series und an unser Team aus Trainern und Athleten, die wie immer großartige Arbeit geleistet haben. Wir sind sehr stolz auf ihre Leistungen und freuen uns auf die nächsten Aufgaben.“

Fotos: Team Sauerland/WBSS

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