Robert Helenius: „Ich hätte gerne gegen Wladimir Klitschko gekämpft““

Der finnische Schwergewichtler Robert Helenius zeigte sich enttäuscht darüber, dass er nie eine Chance hatte, gegen Wladimir Klitschko anzutreten.

Anfang 2010 war Robert Helenius ein gefürchteter Schwergewichtlichter auf dem Vormarsch. Ein 1,80m großer Typ mit einem tollen Spitznamen („Der nordische Alptraum“) und einer gewissen Begeisterung. Er bezwang Lamon Brewster, Samuel Peter oder Siarhei Liakhovich. Viele warteten nur drauf, dass es endlich zum Showdown gegen Wladimir Klitschko kommen sollte. Helenius wurde von vielen europäischen Fans als Nachfolger von Wladimir Klitschko und seines Bruders Vitali gesehen, der 2012 in den Ruhestand trat.

Doch Helenius kam nie dort an. Ein umstrittener Sieg 2011 gegen Derek Chisora und eine Schulterverletzung verhinderten sein Weiterkommen, und als er sich davon zunächst erholte, war er nicht mehr derselbe. Im Jahr 2016 verlor Helenius gegen Johann Duhaupas, und auch Wladimir Klitschko verlor 2015 seine Weltmeistertitel an Tyson Fury.

Dennoch hätte sich Helenius eine Chance gegen Klitschko gewünscht, bevor es zu spät war. Man sagte ihm damals allerdings, dass Klitschko nicht gegen ihn kämpfen wollte.

„Ich hätte wirklich gerne gegen ihn gekämpft“, sagte Helenius gegenüber Sky Sports, „aber man sagte mir damals, dass er nicht gegen mich kämpfen wolle. Ich weiß nicht, warum“, sagte Helenius.

Vom Stil her hätte Helenius vor der Schulterverletzung für Klitschko zumindest eine interessanter Gegner sein können, oder zumindest interessanter als viele Gegner die Klitschko bis dahin geboxt hatte. Hochgewachsen und kraftstrotzend sollte er nicht jemand sein, den Klitschko überragt oder auf die leichte Schulter genommen hätte. Zudem wäre der Kampf zwischen Helenius und Klitschko ein Publikumsmagnet geworden.

Helenius erlitt 2017 eine Niederlage gegen Dillian Whyte und 2019 gegen Gerald Washington. Doch im März dieses Jahres kam er mit einem Sieg über Adam Kownacki in der vierten Runde zurück und schockierte damit so ziemlich alle.

Mit 36 Jahren ist er nun wieder im Rennen, und Helenius (30:3, 19 KO) hat möglicherweise einen Kampf mit WBA/IBF/WBO-Titelverteidiger Anthony Joshua in Aussicht. PBC könnte auch andere Pläne für ihn haben. ,,Im Moment sehen wir ihn auch in Kämpfen gegen andere, aber wir werden sehen, was passiert. Er ist da, wo er jetzt ist, weil er einen Kampf gewonnen hat, von dem im Grunde niemand erwartet hat, dass er ihn gewinnt.

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