Maria Lindberg vs Tori Nelson – WIBA-WM Mittelgewicht

Wenn Maria Lindberg (8(2)-1-2) am Dienstag in die USA reist um am 30. März in Washington gegen Tori Nelson (6-0-3) die WIBA-WM im Mittelgewicht zu auszuboxen, dann hat sie in ihrem Gepäck sicher ein wenig Platz gelassen. Schliesslich muss auf der Heimreise der Meistergürtel verstaut werden können. Wer die schwedische Boxerin kennt und sie schon einmal im Ring gesehen hat, der sollte wissen, dass sie zur Weltspitze im Frauenboxen gehört und bereits im Halbmittelgewicht 2x Weltmeisterin wurde (WIBF und WIBA). Ihre Gegnerin Tori Nelson konnte in ihren beiden letzten Kämpfen nicht wirklich überzeugen und gegen Tereza Perozzi (Bermuda) in 2 Kämpfen nur jeweils ein Unentschieden erreichen. Perozzi ist den deutschen Boxfans noch wegen ihren Kämpfen gegen Natascha Ragosina und Christina Hammer in guter Erinnerung, wo sie nach Punkten unterlag. Rückschließend aus solchen Queervergleichen lassen sich zwar keine 100% richtigen und zuverläsigen Erkenntnisse gewinnen, aber man kann die Leistungen schon in etwa einordnen.

Tori Nelson boxt also in etwa auf dem gleichen Level wie Tereza Perozzi. Bei der Einschätzung, die man sich über Maria Lindberg erlauben kann, ist davon auszugehen, dass sie mit dem Titel zurück in die schwedische Heimat reisen wird. Bereits jetzt ist für diesen Fall ein Rückkampf vereinbart, der in 6 Monaten stattfinden wird. Hat sich Lindberg auf diese Art im Mittelgewicht etabliert, ist sie es die vielleicht als nächste gegen Tereza Perozzi um die Titel der WBA und WBC boxen wird. Das bedeutet wieder: Flugreise und Platz lassen im Koffer, dann gleich für 2 WM-Gürtel, weil sie auch gegen Perozzi als Favoritin in den Ring steigen würde. Nach Aussage von ihrem Trainer Bert Johansson-Munk (Winning Boxing Center, Malmö) hat sie sich weiter verbessert und das vor allem in ihrer Beinarbeit. Das sie hart schlagen kann, wissen ihre Sparringsparter sicher auch. Geht in diesem Jahr alles gut für Lindberg, wird sie zum Jahresende 3-fache Weltmeisterin sein. Warten wir einfach mal ab und beobachten, was Maria Lindberg in diesem Jahr im Ring leisten kann. Geht alles nach Plan, wird 2013 „ihr Jahr“.

Maria Lindberg im Gespräch mit Leif Magnusson:

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