Dessauer Boxnacht – ein voller Erfolg !

Es war eine gute Idee, einen Boxabend im TV sausen zu lassen und statt dessen in der Anhalt-Arena Dessau Boxen live mitzuerleben. Es wurden 12 unterhaltsame Kämpfe geboten. Neben dem klassischen Boxen waren auch Kickboxen und K1 vertreten. Das Konzept der Veranstaltung, hauptsächlich mit Kämpfern aus der Region einen solchen Abend zu bestreiten, ging voll auf.

Sowohl vom organisatorischen Ablauf her, als auch von den Kämpfen im Ring konnten die anwesenden (geschätzt 1 500) Zuschauer eine Veranstaltung genießen, die ihres Gleichen sucht. Selbst die Kämpfe der Debütanten Nicole Wesner und Taras Oleksiyenko waren besonders sehenswert. Nicole Wesner konnte sich bei ihrem ersten Profikampf klar durchsetzen und hat vom ersten bis zum letzte Gong gezeigt, wer die Chefin im Ring ist ohne das dabei Ringrichter Andrè Leloup wesentlich eingreifen musste. Für eine Schrecksekunde sorgte Taras Oleksiyenko gleich zu Beginn seines ersten Profikampfes durch einen harten Kopftreffer bei seinem Gegner Falko Besser, der sofort zu Boden ging und für eine gefühlte Ewigkeit das Bewusstsein verlor. Bange Minuten vergingen, bevor sich der schwer getroffene wieder erheben konnte. Sicherheitshalber wurde er liegend aus der Halle und dann sofort ins Krankenhaus gebracht, wo er eingehend untersucht wurde. Zum Glück konnte er das Krankenhaus am Sonntag wieder verlassen.

Bemerkenswert waren besonders die Kämpfe der SES – „jungen Wilden“. Während die Dirk Dzemski – Schützlinge Bösel und Lamm ihre Gegner in der ersten Kampfminute durch präzise harte Schläge ausschalteten, hatte Mathias Zemski mit dem Tschechen Vladimir Fecko über die volle Distanz allerhand zu tun. Ob am Ende Zemskis Hände oder Feckos Kopf schlimmere Schmerzen verursachten, werden nur die beiden Beteiligten selbst wissen. An einem souveränen Sieg Zemskis gab es jedenfalls in keiner Runde Zweifel.

Höhepunkt und somit letzter Kampf des Abends war die internationale deutsche Meisterschaft im K1 zwischen Lokalmathador Steven Kitzing und dem Danziger Mateusz Jereczek den Kitzing, bejubelt von einer starken Fangemeinde, für sich entscheiden konnte. Respekt und Anerkennung hatte sich aber auch der polnische Kämpfer redlich verdient, der sich als ein würdiger Gegner erwies und sicher nicht zum Verlieren nach Dessau gekommen war.

Abgerundet wurde die Veranstaltung durch einen Auftritt der Band „Neverville“, die in der Pause nach besten Kräften die Halle rockte und für Begeisterung bei den Zuschauern sorgte. Insgesamt kann man der Veranstaltung in allen Belangen Bestnoten erteilen. Sobald man im nächsten Jahr eine Neuauflage der „Dessauer Boxnacht“ angekündigt, werde ich mich um Karten kümmern, weil ich mir sicher bin, dass die Anhalt Arena beim nächsten mal ausverkauft sein wird.

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