Kevin Boakye-Schumann steht vor großer Zukunft

Am gestrigen Dienstag schied mit Kevin Boakye-Schumann auch der letzte verbliebene Athlet der deutschen Nationalmannschaft bei der AIBA Weltmeisterschaft in Belgrad aus. Gegen den Russen Dzhambulat Bizhamov unterlag der 23-Jährige mit 0:5 Punktrichterstimmen im Viertelfinale und verpasste damit knapp Edelmetall.

Der Hamburger Boakye-Schumann, der am Bundesleistungsstützpunkt in Schwerin trainiert und Sportmanagement studiert, hat es EC Boxpromotion-Chef Erol Ceylan besonders angetan: „Ich bin aktuell bei den Weltmeisterschaften in Belgrad vor Ort und habe natürlich auch Kevin unterstützt, der als letzter deutscher Boxer im Turnier war. Für mich ist er zur Zeit der beste Amateur-Nachwuchsboxer, den wir haben. Er hat in meinen Augen eine große Zukunft vor sich. Solche Boxer sind für Deutschland eine riesengroße Bereicherung. Ich denke, dass sich alle Promoter um ihn reißen werden, sofern er zu den Profis wechselt.“

Die Niederlage im Viertelfinale schmerzt nicht nur den deutschen Mittelgewichtler (bis 75 kg), sondern auch Ceylan, der den Kampf live sah: „Natürlich ist eine Niederlage nie etwas Schönes, aber genau daran wächst man. Kevin hat in der Vergangenheit eine hohe Leistungssteigerung hingelegt und sich immer weiter nach oben geboxt. Nachdem er bei nationalen Turnieren zu Beginn meist früh ausschied, wurde er 2018 U21-Meister und ein Jahr später Deutscher Meister bei der Elite – seitdem spielt er eine maßgebliche Rolle! Er hat Biss und wird auch an dieser Niederlage weiterwachsen. Man darf nicht vergessen, dass sein Gegner Bizhamov viel erfahrener ist und als Favorit in das Turnier ging. Kevin brachte ihn drei Runden lang an seine Grenzen, hat Mut und Kampfeswillen bewiesen und alles gegeben. Er kann stolz auf diese Leistung sein!”

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