Jack Culcay, Granit Shala und William Scull Gewinnen In Berlin

Sieben Kämpfe standen in der ausverkauften Box-Halle an der Glockenturmstraße auf dem Programm, wobei das Trio Jack Culcay, Granit Shala und William Scull die Hauptkämpfe bestritten.

Der von der IBF an Nummer zwei geführte Superweltergewichtler Jack „Golden Jack“ Culcay bezwang Damiano Falcinelli nach acht harten Runden.

Culcay und Falcinelli kennen sich. Im Mai letzten Jahres sekundierte Culcay seinen Teamgefährten Haro Matevosyan, als der den Römer in der dritten Runde ausknockte.

Gegen Culcay setzte Falcinelli seine Reichweitenvorteile klug ein. Wenn immer der Berliner die lange Distanz überbrücken wollte, begab er sich in Gefahr von einem wilden Schwinger getroffen zu werden. Darüber hinaus war Falcinelli taktisch hervorragend auf den Ex-Weltmeister eingestellt. Doch unterm Strich boxte Culcay cleverer und arbeitete härter, wenn es sein musste, auch im offenen Schlagabtausch.

Falcinelli war mehr als ein Stay-Busy-Gegner. Er war ein Opponent, der forderte. Trotz aller Gegenwehr, in dem besten Kampf des Abends dominierte Culcay und holte sich gegen einen starken Falcinelli den einstimmigen Punktsieg. (79:76, 77:75, 70:74)

Nach dem Kampf gab es ein großes Lob von „Golden Jack“: „Damiano Falcinelli hat abgefeuert ohne Ende, seine Schwinger waren gefährlich. Er hat mich gefordert und war zu jeder Zeit ein ernstzunehmender Gegner.“

Seine Anna saß wie immer am Ring und fieberte mit: „Er war echt super und ich bin unsagbar stolz auf ihn. Auf Jacks nächsten Kampf freue ich mich besonders. Er wird entscheidend sein.“

Für überlegene Siege sind auch AGONs Schwergewicht, Granit Shala und Supermittelgewichtler William Scull bekannt.

Sculls Antritt auf der AGON-Fight-Night klärte sich erst kurz vor der Veranstaltung, denn eigentlich sollte er nach seinem IBF-WM-Ausscheider gegen Evgeny Shvedenko weiterhin regenerieren.

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Die Stärken des Kubaners: „Ich gehe in den Ring, um Spaß zu haben. Und daraus ziehe ich meine Energie. Meine Waffe ist meine rechte Gerade.“

Scull hatte scheinbar viel Spaß, denn er setzte den Argentinier Abel Adriel derart unter Spannung, dass man glauben konnte, man hätte ihn an Starkstrom angeschlossen.

Acht Runden rüttelte sein Jab am Argentinier. Seine Waffe, die rechte Gerade, zeigte er jedoch zu selten, als dass sie hätte Schaden anrichten können.

Das Ergebnis entsprach dem Kampfverlauf. Die Jury wertete jeden Durchgang für Scull. (80:72, 80:72, 80:72)

Schwergewichtler Granit Shala boxte gegen den Venezolaner Luis Jose Marin Garcia. „Ich habe genug Runden gesammelt. Heute will ich ein Statement setzen,“ sagte Shala, der mit 123,3 kg acht Kilo schwerer war, als sein Kontrahent Luis Jose Marin Garcia.

Shalas gestochen scharfen Jabs zischten durch die gegnerische Deckung und hinterließen zunehmend Spuren in Marin Garcias Gesicht. Die Schlaghand feuerte er zu selten, aber wenn, dann brachte sie den Argentinier in Bedrängnis.

Auffällig waren die hervorragenden und leichtfüßigen Bewegungen des Zweieinhalb-Zentner-Brocken aus Landshut. Zeitweise sah es aus, als ob er dem Takt eines nur für ihn hörbaren Musikstücks folgte. Shala war Marin Garcia in allem überlegen. Nur der vorzeitige Abbruch -das Statement-, das blieb aus, denn Umfallen wollte der Venezolaner nicht. Auch mit diesem Kampf hatte die Jury keine Schwierigkeiten. Sie gab den einstimmigen Punktsieg an Shala. (100:90, 98:92, 99:91)

Im Interview mit dem Ringsprecher Ronny Leber verriet Granit Shala stolz, dass er und seine Ehefrau Linda seit einer Woche glückliche Eltern der kleinen Dua sind. Mutter und die kleine Prinzessin sind wohlauf!

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Tahir Karovic, besser bekannt als Tommy Punch, lieferte ein sehenswertes Gefecht gegen den Ungarn Jakub Laskowski ab. Betreut wurde das Cruiser-Gewicht aus Wiesbaden vom Trainer-Duo Dirk Dzemski und Robert Stieglitz.

„Wir arbeiten seit acht Wochen zusammen und hoffen natürlich auf einen Sieg“, so der Ex-Welt- und Europameister Stieglitz, „Tommy soll heute zeigen, was er bei uns gelernt hat.“

Von dem Gelernten gab es nicht viel zu sehen, dafür reichte die Kampfzeit nicht aus. Nach 1:18 min in Runde zwei, zwei Niederschlägen und brutalen Trommelfeuer zu Kopf und Leber gab die polnische Ecke auf.

Tommy Punch war zufrieden, denn er hatte seit 15 Monaten nichts mehr vor die Fäuste bekommen: „Nach einer derart langen Durststrecke, fühlte sich alles prima an. Ich war locker und habe alles umgesetzt, was meine Trainer von mir verlangten. Ich hoffe, dass ich für meinen nächsten Fight nicht wieder so lange warten muss.“

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Alle Kämpfe:

Mittelgewicht: Thomas Piccirillo, Köln, PS (79:72, 80:70, 80:71) über Nourredine El Goumi, Frankreich
Weltergewicht: Nathanael Lukoki, Erftstadt, PS (89:72, 80:72, 80:72) über Jakub Laskowski, Polen
Cruisergewicht: Tommy Punch, Wiesbaden, TKO Rd. 2 (1:18 min) über Attila Koros, Ungarn
Super-Bantamgewicht: Farlin Condori, Palma de Mallorca, PS (60:55, 59:55, 60:54) über Luca Genovese, Italien
Schwergewicht: Granit Shala, Landshut, PS (100:90, 98:92, 99:91) über Luis Jose Marin Garcia, Argentinien
Supermittelgewicht: William Scull, Kuba, PS (80:72, 80:72, 80:72) über Abel Adriel, Argentinien
Superweltergewicht: Jack Cuclay, Berlin, PS (79:76, 77:75, 70:74) über Damiano Falcinelli, Italien

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