Hamburger Box-Nachwuchs gewinnt zweimal Gold bei U19-Meisterschaft

Nach insgesamt 108 Kämpfen an vier Turniertagen sind die Deutschen Meisterschaften der Altersklasse U19 im nordrhein-westfälischen Velbert mit den Finalkämpfen der männlichen Jugend zu Ende gegangen. Dabei überzeugte auch der Hamburger Box-Nachwuchs: Miles Okay (-51 kg) und Oleksii Plisak (-60 kg) entschieden ihre Finals für sich und gewannen jeweils die Goldmedaille. Insgesamt schloss der Hamburger Boxsport-Nachwuchs die drei zurückliegenden Deutschen Meisterschaften der U19, U17 und U15 so mit fünf Goldmedaillen ab.

Der aus der Ukraine geflüchtete Plisak (SV Polizei) gewann auf dem Weg zu Gold vier Kämpfe, schlug dabei u.a. den amtierenden Deutschen Meister. Auch die zweite Goldmedaille durch Okay (Kampf Deines Lebens) war aufgrund der geringen Kampfanzahl im Vorfeld eine Überraschung. „Beide haben tolle Kämpfe geliefert und starke Boxer geschlagen. Sie haben einmal mehr bewiesen, dass unsere Nachwuchsarbeit gute Früchte trägt“, so Landestrainer Christian Morales. Die dritte Medaille für den HABV holte Jasper Sandhack (HT 16), der nach Niederlage im Halbfinale gegen Ruslan Tashyrov (Niedersachsen) Bronze gewann. 

Im Medaillenspiegel der U19-Meisterschaften sorgten die drei Medaillengewinne dafür, dass der Hamburger Boxsportverband in Velbert auf einen guten sechsten Platz abschloss. Auch in einer weiteren Wertung war Hamburg vorne zu finden. In der Wertung nach Punkten pro Kämpfer, in der sich gute Individualleistungen stärker niederschlagen (wenn Kämpfer etwa in größeren Turniergruppen durch Siege weit kommen), belegte der Landesverband Brandenburg (2,0 Punkte je Boxer*in) den ersten Platz, gefolgt von Hamburg und Baden-Württemberg auf dem zweiten (jeweils 1,9 Punkte je Boxer*in).

Deutsche Hochschulmeisterschaften: In Hamburg fliegen wieder die Fäuste

In diesem Jahr findet die Deutsche Hochschulmeisterschaft im Boxen nach zwei Jahren Corona-Pause in Hamburg statt. Der Hochschulsport Hamburg und der Hamburger Boxverband (HABV) richten vom 24. bis 26. Juni das bundesweite Turnier in der Boxsporthalle am Braamkamp aus. Rund 75 Boxerinnen und Boxer von 38 deutschen Hochschulen sind gemeldet und treten am Samstag und Sonntag gegeneinander an. Besetzt sind die Gewichtsklassen Feder- bis Halbmittelgewicht bei den Frauen und Halbwelter- bis Superschwergewicht bei den Männern. 

Geboxt wird zudem in zwei Leistungsklassen: Im B-Turnier boxen Sportlerinnen mit bis zu vier und Sportler mit bis zu acht Kämpfen. Im Gegensatz dazu ist das A-Turnier nicht gedeckelt; dort finden sich talentierte Newcomer ebenso wie erfahrene Boxerinnen und Boxer, Deutsche Meister und Bundesligaboxer wieder. Neben einigen Landesmeistern aus verschiedenen Bundesländern sind beispielsweise die Bundesligaboxer Serhat Parlak, Chris Marco Eloundu oder Daniel Meyer gemeldet. Lena Büchner, Deutsche Meisterin im Leichtgewicht und Mitglied der A-Nationalmannschaft, wird ebenfalls in den Ring steigen. Darüber hinaus ist bei den Frauen Medizinstudentin Stefanie von Berge, amtierende U22-Europameisterin und große deutsche Hoffnung für die Olympischen Spiele in Paris 2024, dabei. Auch die Weidenkeller-Zwillinge aus Berlin, beide Bronzemedaillengewinner bei der U22-DM, geben ihre Visitenkarte in Hamburg ab. Im Hinblick auf die anstehenden Studenten-Weltmeisterschaften in der Türkei Ende September ist das Turnier ein wichtiger Gradmesser.

„Wir freuen uns, dass die Wahl auf Hamburg fiel und wieder Boxen der Spitzenklasse am Braamkamp zu Gast ist. Das nun auch nationale Meisterschaften hier stattfinden, ist noch mal eine tolle Bestätigung für die Entwicklung Hamburgs zur Boxsporthochburg. Die Zuschauer können sich über spannende Kämpfe auf Augenhöhe freuen“, ist sich Raiko Morales, Vize-Präsident des HABV, sicher.  

An beiden Wettkampftagen beginnen die Kämpfe um 10 Uhr morgens. Am Samstag werden die Viertel- und Halbfinale ausgetragen, am Sonntag finden dann die Finalkämpfe statt. Die Siegerinnen und Sieger des A-Turniers erhalten den Titel „Deutsche Hochschulmeisterin / Deutscher Hochschulmeister 2022“.

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