Granit Shala selbstbewusst vor dem Schwergewichtskracher

 Am Donnerstagnachmittag fand die abschließende Pressekonferenz statt, bei der neben dem Hauptkampf von Agit Kabayel auch das Schwergewichtsduell zwischen Granit Shala und Petar Milas im Mittelpunkt stand. Für Shala geht es dabei um den vakanten IBF-International-Titel und eine wichtige sportliche Standortbestimmung.

Shalas Weg und die persönliche Motivation

Der aus Landshut stammende Shala blickt auf eine intensive Vorbereitung zurück. In den vergangenen Jahren hat er eine physische Transformation vollzogen und sich nach einer Niederlage im Kampf um die Europameisterschaft konsequent zurückgearbeitet. Diese Erfahrungen haben seine heutige Einstellung zum Sport sichtlich geprägt. Vor den Medienvertretern äußerte er sich reflektiert über seinen bisherigen Weg:

„Danke erst einmal an Queensberry sowie an Agit und sein gesamtes Team. Ich habe an diese ganzen Rocky-Floskeln früher nie geglaubt. Aber wenn man einmal am Boden ist, dann arbeitet man noch härter und will sich selbst noch mehr beweisen. Ich habe wirklich 100 Prozent Gas gegeben – und das sieht man. Ich bin heiß auf Samstag und will diesen Kampf gewinnen.“

Abwesenheit des Gegners sorgt für Gesprächsstoff

Ein Thema des Nachmittags war das Fernbleiben seines kroatischen Gegners Petar Milas. Shala bewertete diesen Umstand sachlich und betonte, dass seine eigene Konzentration davon unberührt geblieben sei. Die Vorbereitung in der Halle habe auch über die Feiertage hinweg Priorität gehabt. Während das Umfeld feierte, konzentrierte sich Shala auf Sparringseinheiten, um die nötige Härte für den Samstag aufzubauen.

„Mir ist egal, ob er da ist oder nicht. Hoffentlich kommt er am Samstag – das ist viel wichtiger. Wir haben uns sehr gut eingestellt und hatten auch über die Feiertage hinweg Top-Sparringspartner. Während andere unterwegs waren und gefeiert haben, standen wir in der Halle und haben Sparring gemacht. Wir sind top vorbereitet auf den Gegner. Samstag kann kommen.“

Die mentale Komponente vor der großen Kulisse

Neben der körperlichen Verfassung spielt die mentale Einstellung bei einer Veranstaltung dieser Größenordnung eine wesentliche Rolle. Shala erklärte, dass er den Erwartungsdruck gemeinsam mit seinem Team in einen positiven Antrieb umwandelt. Dass das deutsche Schwergewichtsboxen aktuell eine solch große Bühne erhält, sieht er als zusätzlichen Ansporn, seine Leistung abzurufen.

Der Fokus liegt nun auf der physischen Bereitschaft. In einem Kampf, der über die volle Distanz gehen kann, wird es darauf ankommen, ob Shala seine verbesserte Kondition und seine technische Linie auch unter hohem Druck beibehalten kann.

Nach dem Austausch mit der Presse steht am heutigen Freitag um 18:00 Uhr das offizielle Wiegen in Düsseldorf auf dem Programm. Es ist der letzte Termin vor dem eigentlichen Kampf. Für Granit Shala ist die Zeit der Worte damit beendet. Er tritt am Samstag mit dem Ziel an, die harte Arbeit der letzten Monate in ein zählbares Ergebnis umzumünzen und sich in der internationalen Rangliste der IBF weiter oben zu positionieren.

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