Dmitry Bivol arbeitet auf eine Rückkehr in den Ring im März oder April hin. Nach einer Rückenoperation im August befindet sich der 35-Jährige in der Aufbauphase, der sportliche Blick richtet sich dabei klar auf seinen IBF-Pflichtherausforderer Michael Eifert. Der Zeitpunkt ist relevant, weil Bivol nach monatelanger Pause seine Titel verteidigen muss und die Gewichtsklasse nach mehreren Verschiebungen wieder in Bewegung kommt.
Nach Angaben seines Managers Vadim Kornilov soll Bivol in Kürze wieder ins Training einsteigen. Geplant ist ein Vorbereitungscamp in Kirgisistan, wo die Grundlagen für das nächste Titelduell gelegt werden sollen. Eine konkrete Terminierung steht noch aus, das Ziel bleibt jedoch ein Einsatz im frühen Frühjahr.
Bivols letzter Kampf liegt inzwischen fast ein Jahr zurück. Im Februar 2025 setzte er sich im Rückkampf gegen Artur Beterbiev durch und revanchierte sich damit für seine einzige Niederlage aus dem Vorjahr. Der Sieg brachte ihm damals den Status als unumstrittener Weltmeister ein, auch wenn er den WBC-Gürtel kurz darauf abgab. Die verbleibenden Titel der WBA, IBF und WBO hält er weiterhin.
Michael Eifert wartet ebenfalls seit längerer Zeit auf seinen nächsten Einsatz. Der Deutsche stand zuletzt im August 2024 im Ring und hielt seither seine Position als Nummer eins der IBF-Rangliste. Diese Phase der Inaktivität sicherte ihm formal den Pflichtkampf, sportlich bedeutet sie jedoch eine zusätzliche Herausforderung gegen einen der konstantesten Boxer der letzten Jahre.
Eiferts bislang bedeutendster Erfolg war der Sieg über Jean Pascal im Jahr 2023, der ihm den Weg an die Spitze der IBF-Wertung ebnete. Gegen Bivol würde er nun erstmals um einen Weltmeistertitel boxen.
Bivols Karriere ist bereits deutlich weiter fortgeschritten. Internationale Anerkennung erhielt er unter anderem durch Siege gegen Saul „Canelo“ Alvarez und Gilberto Ramirez sowie die Auszeichnung als „Fighter of the Year“ im Jahr 2022. Vor dem möglichen Duell mit Eifert steht nun weniger das große Narrativ als vielmehr die Frage im Vordergrund, wie Bivol nach der Verletzungspause zurückkommt und wie stabil sein Leistungsniveau geblieben ist.
Ob der Pflichtkampf tatsächlich als nächster Schritt bestätigt wird, dürfte sich in den kommenden Wochen klären. Für beide Boxer markiert die mögliche Begegnung einen wichtigen Moment, wenn auch aus sehr unterschiedlichen Karrierephasen heraus.
