Agit Kabayel bleibt ungeschlagen und sichert sich den Interim-WBC-Schwergewichts-Titel, nachdem er Damian Knyba aus Polen am Samstag in Oberhausen, Deutschland, durch technischen Knockout besiegte. Kabayel (27-0, 19 KOs) kehrte nach drei Jahren erstmals wieder in seine Heimat zurück und zeigte eine starke Leistung, nachdem er sich in den ersten Runden schwer tat. Der Sieg markiert einen wichtigen Schritt in Kabayels Karriere auf dem Weg zu einem möglichen Weltmeistertitel.
Zu Beginn der Begegnung hatte der größere Knyba (17-1, 11 KOs) den Vorteil der Reichweite und dominierte die erste Runde mit aggressiven Angriffen. Kabayel hatte Schwierigkeiten, ins Tempo zu kommen und wurde blutig geschlagen. Doch der Deutsche ließ sich nicht entmutigen und fand nach der ersten Runde zu seiner Form zurück. Mit seiner körperlichen Stärke und präzisen Körpertreffern setzte Kabayel Knyba zunehmend unter Druck. Als der Kampf in die Endphase ging, gelang es Kabayel, Knyba mit einer Serie von Schlägen zu schwächen, was schließlich zu einem vorzeitigen Ende führte.
„Es ist unglaublich, wie viele Leute hier sind, um mich zu unterstützen“, sagte Kabayel nach dem Sieg. „Ich bin hier für euch, meine Fans.“ Der nunmehrige Interim-Champion äußerte auch seine Ambitionen auf den Weltmeistertitel: „Ich habe lange auf diese Chance gewartet. Ich bin bereit für den echten Titelkampf. Lasst uns loslegen.“ Kabayel stellte sich einen Kampf gegen den aktuellen WBC-Schwergewichts-Weltmeister Oleksandr Usyk vor und betonte, dass er sich bereit fühle, gegen jeden anzutreten.
Weitere Kämpfe
In einem weiteren Schwergewichts-Kampf holte sich der Kroate Peter Milas (20-1, 16 KOs) nach einer schwierigen Anfangsphase einen späten Knockout-Sieg in der zehnten Runde über den Deutschen Granit Shala (18-2, 7 KOs), um sich einen regionalen Titel zu sichern. Milas, der zwischen orthodoxer und Linksauslage wechselte, fand schließlich den richtigen Schlag, um Shala niederzuschlagen und den Kampf zu beenden.
Im Kampf um den Interim-WBC-Leichtgewichtstitel setzte sich der Kubaner Jadier Herrera nach einem Rückstand in der ersten Runde durch technischen Knockout gegen den Panamaer Ricardo Nunez durch. Nunez hatte Herrera in der ersten Runde zu Boden geschickt, doch der Kubaner fand nach und nach seinen Rhythmus und erzielte schließlich den Sieg in der achten Runde.
Roman Fury, der Bruder des ehemaligen Schwergewichts-Champions Tyson Fury, besiegte Kevin Greenwood durch Knockout in der vierten Runde. Fury dominierte den Kampf mit einer präzisen Boxtechnik, bevor er Greenwood in der vierten Runde mit einer Serie von Schlägen niederschlug, was zur überraschenden Beendigung des Kampfes führte.
Der Schwergewichtler Nelvie Tiafack (3-0, 3 KOs) besiegte Piotr Cwik (9-6) durch Knockout in der zweiten Runde, nachdem er Cwik mit mehreren harten Schlägen niedergestreckt hatte.